ja, der kahlenberg rief heute besonders laut. und wir, meine gute freundin sandra und ich, sind diesem ruf gefolgt.
exkurs: der kahlenberg, der eigentlich mal sauberg hiess bis der jetzige leopoldsberg und damalige kahlenberg umbenannt wurde, liegt im 19. wiener gemeindebezirk döbling und ist ein ausläufer der ostalpen. er ist 484 meter hoch und will nicht verwechselt werden mit dem reisenberg, oder auch cobenzl, der gleich nebstan auf seinen groesseren moment wartet. so, und jetzt weisst du wieder etwas was du eigentlich nicht wissen musstest, aber so ist
das nunmal wenn man blogs liest, man erfährt lauter schas der einem das hirn zumüllt.
das wetter war unglaublich, weder zu kalt noch zu heiss, weder windig noch stickig. da hat heute wirklich alles auf uns gewartet: das blühende gras, der plätschernde bach, der gute duft in der luft vom flieder, ja sogar der weinbauer mit dem auftragen der pestizide.
nein, wirklich: wer es noch nicht gemacht hat, es ist ein wunderschönes frühlingsritual. einfach mit dem d wagen bis endstation nussdorf fahren, und ein paar meter weiter führt ein kleiner weg - bezeichnenderweise kahlenbergweg genannt - hinauf auf den kahlenberg. oben hat es lecker bier und essen, und wenn man sonntag morgen raufläuft, gibts sogar frühstück.hobby und amateurphotographen sollten dabei die kamera nicht vergessen, von verrottenden baumstämmen bis zig meter langen rosenbuschbaldachinen mit rostigen geländer und efeu auf klapprigen holzzäunen gibt es einiges zu knipsen. wer nicht mehr runterlaufen möchte, für den führt der 38A zurück ins tal, erfreulicherweise vorbei am krapfenwaldlbad, das bestimmt schönste öffentliche bad in wien. vom becken aus hat man dort einerseits einen blick über die ganze stadt, andererseits - ungewöhnlich für ein öffentliches bad - auf lauter schöne menschen ...
jedenfalls, es lohnt von vorne bis hinten, ein wirklich selten schönes vergnügen, und dazu noch gratis! nur schade dass meistens die wiener
diejenigen sind, die die wirklich schönen dinge in der eigenen stadt
scheuen. aber vielleicht ist das auch gut so? schade dann nur, dass die schipisten im rest österreichs nicht in den genuss dieser ignoranz kommen ...